Mai 16

Intuitiv empfangene Bilder-Botschaften von Marie Anne Vido

Donnerstag, 26. Mai 2016

Ich sehe einen gewundenen Spazierweg. Er führt durch eine grüne Wiese. Am Himmel sind einige Wolken, aber trotzdem viel Sonnenschein. In der Ferne sehe ich eine Kirche mit einem Turm.

Da kommt ein kleiner, dunkel gekleideter Mann des Weges. Er schaut mich nicht an und geht gesenkten Kopfes an mir vorbei. Ich schaue ihm nach und überlege, was sein Problem sein könnte.

Da sehe ich eine Hochzeitskutsche heranfahren, so mit Ross und schönem Aufbau, wie man sie oft auf Hochzeitsbildern sieht. Es steigt ein Mann in einem dunklen Frack aus und danach eine Braut, der er beim Aussteigen galant hilft. Das Paar geht zu Fuss auf die Wiese. Sie setzen sich und lachen und plaudern.

Nun kommt wieder eine Kutsche des Weges. Diesmal ist es eine schwarze, eine Art Leichenwagen.

Aber es steigt ein Mann in einem hellgrauen Frack und mit einem Hut aus. Im Wagen drin sehe ich drei junge Damen. Sie kichern zusammen. Der elegante Mann schaut in die Gegend und zum Himmel hoch. Es scheint. Als ob er eine Entscheidung treffen möchte oder muss.

Da ruft der Kutscher vom Bock herunter und fragt, wie es weitergehen soll. Der Elegante überlegt kurz und besteigt dann mit den Damen wieder den Wagen. Der fährt weiter und hält  danach bei einem kleinen Haus. Hier steigen die drei jungen Damen aus. Sie lachen nicht mehr. Die Kutsche fährt mit dem Mann allein weiter.

Die jungen Frauen gehen zur Tür und treten ein. Sie kennen das Haus offenbar. Eine ältere Frau mit einer Kopfhaube mit weissen Rüschen kommt ihnen entgegen.

Sie ist nicht ganz zufrieden mit den jungen Damen und deutet auf eine Kommode, wo Goldschmuck achtlos hingeworfen wurde. Die alte Frau schüttelt missbilligend den Kopf. Sie ist mit dem Verhalten der drei nicht zufrieden.

Inzwischen scheinen die sich erholt zu haben und rennen lachend die Treppe hinauf ins Obergeschoss.

Da tritt ihre Mutter aus einer Tür. Sie ist sehr wütend und schimpft mit den jungen Frauen, die offenbar aus Sicht der Mutter einen sehr leichtfertigen Lebenswandel pflegen. Die Mutter schickt sie zur Arbeit und erwartet Respekt und ein gutes Resultat.

Ich bin wieder draussen auf der Wiese und dem geschwungenen Weg. Es ist jetzt ruhig und friedlich. Rehe grasen in der Nähe.  Sie scheinen keine Angst zu haben.

Ein kleines Mädchen mit einer Schürze und einem Korb ist plötzlich da und tritt zu den Tieren. Sie schnuppern an der Hand des Kindes und schauen es mit grossen Augen an. Es holt etwas zu essen aus seinem Korb und hält es einem Reh hin. Die Szene erinnert an ein Märchen aus einer früheren Zeit. Sie hat etwas Unwirkliches und ist doch real.

Nun sind da auch noch rote Fliegenpilze. Wo bin ich bloss hingeraten?

Plötzlich verschwindet die Szene und vor mir sehe ich ein Dorf mit Läden und Schaufenstern aus den 70iger –Jahren. Alles sieht ziemlich ungepflegt, teilweise verwahrlost aus. Die Kirche steht wie eine Drohung über dem ganzen Dorf. Sie scheint das Leben in dieser Gemeinschaft zu bestimmen, was offenbar nicht lebensbejahend wirkt. Die Menschen arbeiten lustlos, ohne inneren Einsatz. Kreativität wird hier kaum gepflegt.

Wieder ändert sich die Szene.

Nun ist es eine kleine Stadt aus der heutigen Zeit. Die Häuser sind gepflegt und Blumen und Grün wachsen ringsum. Ich sehe Frauen die beim Einkaufen miteinander plaudern und dabei zufrieden lächeln. Sie schauen sich die Waren an, bevor sie einkaufen. Das Angebot ist gross und es hat genug für alle. Die Menschen haben mehr freie Zeit und nutzen sie um Neues zu schaffen, Ideen zu entwickeln und zu überlegen, was sie zur Verbesserung der Lebensqualität tun könnten. Sie sind viel zufriedener als die Leute aus der vorherigen Szene. Hier herrscht Fülle in einem umfassenden Sinne. Und genau das ist die Botschaft:

Es ist grosse Fülle da und viel Freiheit. Jeder hat die Chance sich sein Leben nach seinen Wünschen etwas besser zu gestalten, wenn er es möchte. So frei und so gut versorgt waren Menschen noch selten. Wer will, kann diese besondere Chance nutzen und an dieser neuen Welt weiterbauen.

Eine Deutung!

Mir scheint die Vision will den Wert der heutigen Zeit bewusst machen und vor allem auf die Chancen hinweisen, die wir im Gegensatz zu früher haben. Viele Menschen trauern den früheren Zeiten nach und denken, es sei alles besser gewesen. Als ich die alten Schaufenster sah und mich erinnerte, wie meine Eltern früher hart arbeiten mussten um das Notwendigste zu verdienen, da war mir klar, was die Bilder sagen wollen. Auch die Kirche, die mit ihrer Macht viele frohen und lebensfördernden Impulse unterdrückte, hat damals eine teilweise sehr negative Rolle gespielt, vor allem dann, wenn die leitenden Priester hart und streng waren. Da wurde viel Saat gepflanzt für leidvolle Erfahrungen. Es wurden die Voraussetzungen geschaffen für Missbräuche, wie sie heute immer öfters ans Licht kommen.

Da sind noch die jungen Damen aus „besserem“ Haus, die ihre Zeit verplempert und keine Ahnung vom wirklichen Leben gehabt haben.

Die Bilderbotschaft heisst nicht, dass früher alles schlecht war und heute alles gut. Die Bilder zeigen einfach nur auf, welche neuen Chancen wir haben. Und vor allem zeigen sie, wie unsere Lebensumstände sich zum Besseren gewandelt haben.

Und wenn heute viele Menschen auf der Flucht sind und Verfolgung und Terror erleben: sie wünschen sich genau dieses neue Leben und nehmen genau deshalb all die Strapazen auf sich. Durch die globale Verbindung sind sie bestens informiert und sind nicht mehr bereit, Unglück einfach zu erdulden. Sie wagen etwas. Einigen wird es gelingen, andere werden scheitern und einige auch resignieren.

Es war noch nie so, dass man durch Fingerschnippen die gewünschte Fülle erreichte. Der Weg dahin sind doch genau die Erfahrungen die wir brauchen um reifer und kompetenter zu werden. Hindernisse sind Aufgaben, die Einsatz und Kreativität erfordern. Egal wo ich im Leben stehe; immer ist da ein Wunsch, wie  es mir noch besser gehen könnte. Das sind die Karotten, die ein Esel braucht um vorwärts zu gehen. Wo Materielles in Fülle vorhanden ist werden wahrscheinlich innere Werte oder Charaktereigenschaften wichtig. Oder ich überlege mir vielleicht, wie ich der Gemeinschaft helfen und etwas zurückgeben könnte – und dabei sozialkompetenter werde.

Noch einmal zur Botschaft. Sie zeigt das Positive der heutigen Zeit. Das ist ein Gegenpol zu all den Schreckensmeldungen und der Gewalt, denen viele Menschen heutzutage ausgesetzt sind. Bilder – besonders Fernsehbilder – haben die Tendenz sich zu verwirklichen, sich in die Realität zu inkarnieren. Emotional gefärbte Bilder haben noch eine weit stärkere Wirkung. Deswegen ist es so wichtig, das Gute an der jetzigen Zeit auch zu sehen. Diese positiven Bilder verstärken oder inkarnieren sich auch, besonders wenn noch Dankbarkeit dazu kommt.

Ich weiss, es gibt auch bei uns viel Trauriges. Geliebte Menschen sterben oder es geschehen unerwartete Verluste durch Unglück und Naturkatastrophen. Nur ein Gedanke: vielleicht würden Kriege und Katastrophen weniger werden, wenn immer mehr Menschen ihr Glück erkennen und bewusst wahrnehmen würden und dankbar sind. Und wenn sie den Konsum der angstbesetzten Bilder drosseln würden. Jede gute Zeit im Leben gibt Kraft für Aufgaben die auf jeden von uns immer wieder warten.

Wir leben in einer besonderen Zeit mit ungeahnten Chancen. Nutzen wir sie und seien wir uns des Geschenkes bewusst, hier und jetzt zu leben. Und stellen wir uns bildlich vor, wie alle, die sich aus schwierigen Umständen befreien möchten es auf irgend eine Weise schaffen werden und dann glücklich sein werden. Damit helfen wir uns und allen. Wir leben in einem morphogenetischen Feld. Wenn viel Traurigkeit oder Angst im Feld (sprich unter den Menschen) ist, dann spüren das alle. Wenn wir uns aber vorstellen, dass es Menschen gelingt aus ihrem Unglück und ihrer Traurigkeit herauszufinden, dann geben wir ihnen durch das morphogenetische Feld genau die Kraft, die sie zum Meistern ihres Schicksals und ihrer Aufgaben brauchen.

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